25. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wurden im Falle von leistungsorientierten Versorgungszusagen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gebildet. Die Nettoverpflichtung wurde wie folgt bilanziert:

Bilanzausweis der Nettoverpflichtung

 

 

Pensionszusagen

 

Andere Leistungszusagen

 

Gesamt

 

 

31.12.2014

31.12.2015

 

31.12.2014

31.12.2015

 

31.12.2014

31.12.2015

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Nettoverpflichtung)

 

11.796

10.454

 

440

419

 

12.236

10.873

davon Inland

 

10.336

8.972

 

 

10.336

8.972

davon Ausland

 

1.460

1.482

 

440

419

 

1.900

1.901

Vermögenswerte aus überdotierten Pensionsplänen (Nettovermögenswert)

 

38

29

 

3

1

 

41

30

davon Inland

 

22

23

 

 

22

23

davon Ausland

 

16

6

 

3

1

 

19

7

Bilanzierte Nettoverpflichtung

 

11.758

10.425

 

437

418

 

12.195

10.843

davon Inland

 

10.314

8.949

 

 

10.314

8.949

davon Ausland

 

1.444

1.476

 

437

418

 

1.881

1.894

Die Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne sowie für andere Leistungszusagen enthielten die folgenden Bestandteile:

Aufwendungen für leistungsorientierte Zusagen

 

 

Pensionszusagen

 

Andere Leistungszusagen

 

 

Inland

 

Ausland

 

Gesamt

 

Ausland

 

 

2014

2015

 

2014

2015

 

2014

2015

 

2014

2015

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

Laufender Dienstzeitaufwand

 

236

362

 

66

99

 

302

461

 

28

17

Dienstzeitaufwand für frühere Jahre

 

23

27

 

−25

−3

 

−2

24

 

2

davon Plankürzungen

 

 

−15

−2

 

−15

−2

 

Planabgeltungen

 

 

21

 

21

 

Nettozins

 

223

204

 

34

52

 

257

256

 

18

20

Gesamt

 

482

593

 

96

148

 

578

741

 

48

37

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr Effekte aus Neubewertungen der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen von 1.216 Mio € (Vorjahr: -5.159 Mio €) ergebnisneutral berücksichtigt. Diese beziehen sich mit 1.185 Mio € (Vorjahr: -5.098 Mio €) auf Pensionsverpflichtungen, mit 53 Mio € (Vorjahr: -61 Mio €) auf andere Leistungszusagen und mit -22 Mio € (Vorjahr: 0 Mio €) auf die Berücksichtigung der Obergrenze für Planvermögen.

Die Entwicklung der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen stellte sich wie folgt dar:

Entwicklung der Nettoverpflichtung

 

 

Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen

 

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

 

Berücksichtigung der Obergrenze für Planvermögen

 

Bilanzierte Nettoverpflichtung

 

 

2014

2015

 

2014

2015

 

2014

2015

 

2014

2015

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

Inland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1.1.

 

14.870

20.339

 

8.735

10.025

 

 

−6.135

−10.314

Akquisitionen

 

 

 

 

Desinvestitionen / Konzernkreisänderungen

 

21

 

17

 

 

−4

Laufender Dienstzeitaufwand

 

236

362

 

 

 

 

 

 

 

−236

−362

Dienstzeitaufwand für frühere Jahre

 

23

27

 

 

 

 

 

 

 

−23

−27

Gewinne / Verluste aus Planabgeltung

 

 

 

 

 

 

 

 

Nettozins

 

553

425

 

330

221

 

 

−223

−204

Versicherungsmathematische Gewinne (−) / Verluste (+)

 

5.254

−1.393

 

 

 

 

 

 

 

−5.254

1.393

davon aufgrund veränderter finanzieller Parameter

 

5.208

−1.371

 

 

 

 

 

 

 

−5.208

1.371

davon aufgrund veränderter demografischer Parameter

 

 

 

 

 

 

 

 

davon erfahrungsbedingte Anpassungen

 

46

−22

 

 

 

 

 

 

 

−46

22

Erträge aus Planvermögen ohne bereits als Zinsertrag erfasste Beträge

 

 

 

 

802

−262

 

 

 

 

802

−262

Veränderung der Ansatzobergrenze für Planvermögen

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeitgeberbeiträge

 

 

 

 

331

387

 

 

 

 

331

387

Arbeitnehmerbeiträge

 

38

37

 

38

37

 

 

 

 

Zahlungen für Planabgeltung

 

 

 

 

 

 

Gezahlte Versorgungsleistungen aus dem Planvermögen

 

−211

−215

 

−211

−215

 

 

 

 

Gezahlte Versorgungsleistungen vom Unternehmen

 

−424

−433

 

 

 

 

 

 

 

424

433

Umgliederung in das zur Veräußerung gehaltene Vermögen / Fremdkapital

 

−22

 

−11

 

 

 

 

11

31.12.

 

20.339

19.148

 

10.025

10.199

 

 

−10.314

−8.949

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1.1.

 

5.812

7.432

 

4.705

5.560

 

−9

−9

 

−1.116

−1.881

Akquisitionen

 

4

 

 

 

−4

Desinvestitionen / Konzernkreisänderungen

 

 

 

 

Laufender Dienstzeitaufwand

 

94

116

 

 

 

 

 

 

 

−94

−116

Dienstzeitaufwand für frühere Jahre

 

−23

−3

 

 

 

 

 

 

 

23

3

Gewinne / Verluste aus Planabgeltung

 

21

 

 

 

 

 

 

 

−21

Nettozins

 

275

287

 

223

215

 

 

−52

−72

Versicherungsmathematische Gewinne (−) / Verluste (+)

 

1.094

−318

 

 

 

 

 

 

 

−1.094

318

davon aufgrund veränderter finanzieller Parameter

 

815

−310

 

 

 

 

 

 

 

−815

310

davon aufgrund veränderter demografischer Parameter

 

264

−79

 

 

 

 

 

 

 

−264

79

davon erfahrungsbedingte Anpassungen

 

15

71

 

 

 

 

 

 

 

−15

−71

Erträge aus Planvermögen ohne bereits als Zinsertrag erfasste Beträge

 

 

 

 

387

−211

 

 

 

 

387

−211

Veränderung der Ansatzobergrenze für Planvermögen

 

 

 

 

 

 

 

−22

 

−22

Arbeitgeberbeiträge

 

 

 

 

130

148

 

 

 

 

130

148

Arbeitnehmerbeiträge

 

9

11

 

9

11

 

 

 

 

Zahlungen für Planabgeltung

 

−64

 

−64

 

 

 

 

Gezahlte Versorgungsleistungen aus dem Planvermögen

 

−254

−289

 

−254

−289

 

 

 

 

Gezahlte Versorgungsleistungen vom Unternehmen

 

−53

−60

 

 

 

 

 

 

 

53

60

Planverwaltungskosten aus dem Planvermögen gezahlt

 

 

 

 

−1

−1

 

 

 

 

−1

−1

Umgliederung in das zur Veräußerung gehaltene Vermögen / Fremdkapital

 

−20

 

−8

 

 

12

Währungsänderungen

 

521

501

 

425

374

 

−1

 

−96

−128

31.12.

 

7.432

7.661

 

5.560

5.799

 

−9

−32

 

−1.881

−1.894

davon andere Leistungszusagen

 

918

836

 

481

418

 

 

−437

−418

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamt 31.12.

 

27.771

26.809

 

15.585

15.998

 

−9

−32

 

−12.195

−10.843

Die Versorgungsverpflichtungen entfielen im Wesentlichen auf Deutschland (71 %; Vorjahr: 73 %), die USA (15 %; Vorjahr: 14 %) und Großbritannien (7 %; Vorjahr: 6 %). Die Ansprüche aus den Versorgungsplänen bestanden in Deutschland zu rund 44 % (Vorjahr: 45 %) gegenüber aktiven Mitarbeitern, zu rund 49 % (Vorjahr: 47 %) gegenüber Pensionären und Hinterbliebenen sowie zu rund 7 % (Vorjahr: 8 %) gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern mit unverfallbaren Ansprüchen. In den USA entfielen rund 26 % (Vorjahr: 26 %) der Versorgungsverpflichtungen auf aktive Mitarbeiter, rund 61 % (Vorjahr: 61 %) auf Pensionäre und Hinterbliebene und rund 13 % (Vorjahr: 13 %) auf ausgeschiedene Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen.

Die in Deutschland ausgewiesenen Konzernkreisänderungen resultieren im Wesentlichen aus Mitarbeiterwechseln außerhalb des Konzernkreises.

Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen, die sich auf Pensionsverpflichtungen und auf andere Leistungszusagen beziehen, beliefen sich auf -34 Mio € (Vorjahr: 1.691 Mio €) bzw. -3 Mio € (Vorjahr: 51 Mio €).

Der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen für Pensionen und der anderen Leistungszusagen sowie der Deckungsstatus der fondsfinanzierten Verpflichtungen wird in der folgenden Tabelle dargestellt.

Anwartschaftsbarwert und Deckungsstatus

 

 

Pensionszusagen

 

Andere Leistungszusagen

 

Gesamt

 

 

2014

2015

 

2014

2015

 

2014

2015

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen

 

26.853

25.973

 

918

836

 

27.771

26.809

davon rückstellungsfinanziert

 

1.117

1.126

 

104

101

 

1.221

1.227

davon fondsfinanziert

 

25.736

24.847

 

814

735

 

26.550

25.582

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deckungsstatus der fondsfinanzierten Zusagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vermögensüberdeckung

 

47

61

 

3

1

 

50

62

Vermögensunterdeckung

 

10.679

9.328

 

336

318

 

11.015

9.646

Pensionszusagen und andere Leistungszusagen

Für die meisten Mitarbeiter wird für die Zeit nach der Pensionierung durch den Konzern direkt oder durch Beitragszahlungen an private und öffentliche Einrichtungen Vorsorge getroffen. Die Leistungen des Konzerns variieren je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und basieren in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Entgelt der Mitarbeiter. Die Verpflichtungen umfassen sowohl solche aus bereits laufenden Pensionen als auch aus Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen.

Der Bayer-Konzern hat für die Mitarbeiter in verschiedenen Ländern fondsfinanzierte Versorgungspläne eingerichtet. Für Pensionspläne mit Leistungsgarantien innerhalb des Konzerns wird jeweils basierend auf der Risikostruktur der Verpflichtungen (insbesondere Demografie, aktuellem Ausfinanzierungsgrad, Struktur der erwarteten zukünftigen Cashflows, Zinssensitivität, biometrische Risiken etc.), regulatorischen Rahmenbedingungen und allgemein vorhandener Risikotoleranz bzw. Risikotragfähigkeit eine individuelle Kapitalanlagestrategie, welche hierzu möglichst adäquat ist, abgeleitet. Hierauf basierend wird vor dem Hintergrund der jeweiligen Kapitalmarktentwicklung ein risikoadäquates strategisches Zielportfolio entwickelt. Dabei sind Risikostreuung, Portfolio-Effizienz und ein angemessenes Chancen-Risiken-Verhältnis (sowohl landesspezifisch als auch im weltweiten Zusammenhang), das insbesondere die Zahlung sämtlicher zukünftiger Versorgungsleistungen als zentrales Kriterium berücksichtigt, relevante Determinanten der verwendeten Anlagestrategien. Da die Ableitung der Kapitalanlagestrategie für jeden Pensionsplan individuell unter Berücksichtigung der oben genannten individuellen Rahmenbedingungen durchgeführt wird, können Anlagestrategien für unterschiedliche Pensionspläne erheblich voneinander abweichen. Dies führt beispielsweise dazu, dass die Aktienquote in den Pensionsplänen außerhalb Deutschlands insgesamt oberhalb derer der deutschen Pensionspläne liegt. Die Kapitalanlagestrategien sind allgemein weniger an einer absoluten Renditemaximierung ausgerichtet, sondern daran, dass die zugesagten Verpflichtungen in langfristiger Perspektive mit hinreichender Wahrscheinlichkeit finanziert werden können. Für das Planvermögen werden mithilfe von Risikomanagementsystemen Stress-Szenarien simuliert sowie weitere Risikoanalysen (z. B. Value at Risk) durchgeführt.

Den mit Abstand bedeutendsten Versorgungsplan stellt die Bayer-Pensionskasse VVaG, Leverkusen, (Bayer-Pensionskasse) dar. Sie ist für Neueintritte ab dem 1. Januar 2005 geschlossen. Die rechtlich selbstständige Bayer-Pensionskasse ist ein Lebensversicherungsunternehmen und unterliegt daher dem Versicherungsaufsichtsgesetz. Die zugesagten Leistungen, die über die Bayer-Pensionskasse abgedeckt sind, umfassen Altersrenten, Hinterbliebenenversorgung und Invalidenrenten. Der als Multi-Employer-Plan anzusehende Plan finanziert sich über Beiträge der aktiven Mitglieder und über Beiträge von deren Arbeitgebern. Der Firmenbeitrag wird jeweils festgesetzt als fester Prozentsatz bezogen auf den Mitarbeiterbeitrag. Er ist für alle beteiligten Arbeitgeber – auch für nicht zum Bayer-Konzern gehörende Mitgliedsunternehmen – gleich und wird unter Berücksichtigung überrechnungsmäßiger Erträge aus Kapitalanlagen und Risikoverlauf auf Vorschlag des Verantwortlichen Aktuars im Benehmen mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der Kasse festgesetzt. Auch Bayer kann auf Vorschlag des Verantwortlichen Aktuars sowie im Benehmen mit Vorstand und Aufsichtsrat der Kasse den Firmenbeitrag anpassen. Hinsichtlich der Haftung gilt aufgrund von § 1 Absatz 1 Satz 3 Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) für deutsche Pensionskassen allgemein: Wenn die Pensionskasse von ihrem satzungsgemäßen Recht zur Leistungskürzung Gebrauch macht, so haftet jeder Arbeitgeber für die sich aufgrund der Leistungskürzung ergebende Differenz. Bayer haftet nicht für Verpflichtungen konzernfremder Mitgliedsunternehmen, dies gilt auch beim Austritt eines Mitgliedsunternehmens aus der Pensionskasse.

Für Neueintritte ab dem 1. Januar 2005 werden Pensionszusagen über die Rheinische Pensionskasse VVaG, Leverkusen, gewährt. Die zukünftigen Pensionszahlungen orientieren sich bei diesen Zusagen u. a. an den geleisteten Beitragszahlungen und den erwirtschafteten Renditen unter Berücksichtigung einer Garantieverzinsung.

Ein weiteres bedeutendes Versorgungsvehikel stellt der Bayer Pension Trust e.V. (BPT) dar. Dieser deckt weitere Versorgungskomponenten des Bayer-Konzerns, wie z. B. Deferred Compensation, Pensionsverpflichtungen, die zuvor im Schering Altersversorgungs Treuhand e.V. verwaltet wurden, und Teile anderer Direktzusagen. Im Oktober 2015 wurde der Gegenwert der auf Verpflichtungen der Covestro-Gruppe entfallenden Kapitalanlagen im Bayer Pension Trust in Höhe von insgesamt rund 293 Mio € auf einen anderen Treuhandverein, der für Covestro künftig die Funktion der (teilweisen) Bedeckung der entsprechenden Zusagen übernimmt, transferiert.

Die leistungsorientierten Pensionspläne in den USA sind seit Jahren eingefroren und es können keine nennenswerten Neuansprüche mehr erworben werden. Das allen amerikanischen Pensionsplänen zugrunde liegende Vermögen wird aus Gründen der Effizienz in einer Master-Trust-Konstruktion gehalten. Die geltenden regulatorischen Rahmenbedingungen basieren auf dem Employee Retirement Income Security Act (ERISA). Insbesondere ist ein Mindestfinanzierungsgrad von 80 % gesetzlich erforderlich, um Leistungseinschränkungen (Benefit Restrictions) zu vermeiden. Die versicherungsmathematischen Risiken wie Anlagerisiko, Zinsrisiko und Langlebigkeitsrisiko verbleiben beim Unternehmen.

Die leistungsorientierten Pensionspläne in Großbritannien sind für Neueintritte geschlossen. Das Planvermögen in Großbritannien wird von unabhängigen Treuhändern (Trustee) verwaltet, die qua Gesetz allein dem Wohl der Begünstigten verpflichtet sind. Auf Basis lokaler Vorschriften wird alle drei Jahre eine technische Bewertung durchgeführt, aus welcher dann auch eine Planung zur Deckung eines potenziell erforderlichen Finanzierungsbedarfs abgestimmt wird. Auch hier verbleiben die versicherungsmathematischen Risiken im Unternehmen.

Im Ausland betreffen die anderen Leistungszusagen im Wesentlichen Unterstützungsleistungen zur medizinischen Versorgung von Rentnern in den USA.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens zur Deckung der Pensionsverpflichtungen sowie der anderen Leistungszusagen setzt sich wie folgt zusammen:

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember

 

 

Pensionszusagen

 

Andere Leistungszusagen

 

 

Inland

 

Ausland

 

Ausland

 

 

2014

2015

 

2014

2015

 

2014

2015

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

Planvermögen auf Basis öffentlich notierter Marktpreise

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immobilien und Immobilienfonds

 

 

205

199

 

18

19

Aktien und Aktienfonds

 

1.941

2.105

 

1.669

1.855

 

125

130

Kündbare Schuldtitel

 

 

162

182

 

Nicht kündbare Schuldtitel

 

112

 

690

752

 

110

121

Rentenfonds

 

3.345

3.543

 

1.509

1.744

 

90

90

Derivative Finanzinstrumente

 

28

18

 

86

−5

 

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

409

158

 

98

84

 

14

8

Sonstige

 

 

236

4

 

 

 

5.723

5.936

 

4.655

4.815

 

357

368

Planvermögen, für das keine öffentlich notierten Marktpreise vorliegen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immobilien und Immobilienfonds

 

544

517

 

41

83

 

Aktien und Aktienfonds

 

70

90

 

59

59

 

Kündbare Schuldtitel

 

1.493

1.555

 

6

2

 

Nicht kündbare Schuldtitel

 

1.931

1.832

 

 

Rentenfonds

 

 

60

60

 

Derivative Finanzinstrumente

 

−4

−2

 

 

Sonstige

 

268

271

 

258

362

 

124

50

 

 

4.302

4.263

 

424

566

 

124

50

Planvermögen

 

10.025

10.199

 

5.079

5.381

 

481

418

In dem beizulegenden Zeitwert des inländischen Planvermögens waren von Konzerngesellschaften gemietete Immobilien mit ihren Marktwerten in Höhe von 61 Mio € (Vorjahr: 65 Mio €) sowie über Fonds gehaltene Bayer-Aktien und Anleihen der Bayer AG mit einem Marktwert in Höhe von 48 Mio € (Vorjahr: 58 Mio €) bzw. 3 Mio € (Vorjahr: 6 Mio €) enthalten. Unter dem sonstigen Planvermögen sind begebene Baudarlehen, sonstige Forderungen und qualifizierte Versicherungspolicen ausgewiesen.

Risiken

Die Risiken aus leistungsorientierten Versorgungszusagen entstehen zum einen aus den leistungsorientierten Verpflichtungen und zum anderen aus der Kapitalanlage in Planvermögen. Aus diesen Risiken können sich höhere direkte Rentenzahlungen an die Berechtigten und zusätzliche Einzahlungserfordernisse in das Planvermögen ergeben, um laufenden und künftigen Pensionsverpflichtungen nachkommen zu können.

Demografische / Biometrische Risiken

Da ein großer Teil der leistungsorientierten Versorgungszusagen lebenslange Versorgungsleistungen sowie Hinterbliebenenrenten umfassen, können frühere Inanspruchnahmen oder längere Versorgungszeiträume zu höheren Versorgungsverpflichtungen, höheren Versorgungsaufwendungen und höheren Rentenzahlungen als bisher erwartet führen.

Anlagerisiko

Sollten die tatsächlichen Planerträge niedriger sein als die auf Basis des Abzinsungssatzes angenommenen Planerträge, würde sich die Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen ceteris paribus erhöhen. Dies könnte etwa aus einem Sinken der Aktienkurse, durch Marktzinssteigerungen, durch Zahlungsausfälle bei einzelnen Schuldnern oder durch den Erwerb risikoarmer, aber niedrig verzinslicher Anleihen herrühren.

Zinsrisiko

Bei sinkenden Kapitalmarktzinssätzen, insbesondere der Zinssätze für qualitativ hochwertige Unternehmensanleihen, würde sich die Verpflichtung erhöhen. Dies wird zumindest teilweise durch die dann steigenden Marktwerte der gehaltenen Schuldtitel kompensiert.

Bewertungsparameter und deren Sensitivitäten

Die folgenden gewichteten Parameter wurden zur Bewertung der Versorgungsverpflichtungen zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres zugrunde gelegt:

Parameter Versorgungsverpflichtungen

 

 

Inland

 

Ausland

 

Gesamt

 

 

2014

2015

 

2014

2015

 

2014

2015

 

 

in %

in %

 

in %

in %

 

in %

in %

Pensionszusagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abzinsungssatz

 

2,00

2,40

 

3,70

3,85

 

2,40

2,75

davon USA

 

 

 

 

3,70

4,00

 

3,70

4,00

davon Großbritannien

 

 

 

 

3,60

3,80

 

3,60

3,80

Erwartete Lohn- / Gehaltsentwicklung

 

3,00

3,00

 

3,65

3,35

 

3,15

3,10

Erwartete Rentenentwicklung

 

1,75

1,75

 

3,30

3,20

 

2,10

2,15

Andere Leistungszusagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abzinsungssatz

 

 

3,95

4,45

 

3,95

4,45

Die Kriterien der Datenselektion zur Bestimmung des Abzinsungssatzes für die Euro-Währungszone wurden beginnend mit dem Geschäftsjahr 2015 modifiziert. Die Modifizierung der Datenselektion zur Bestimmung des Abzinsungssatzes in der Euro-Währungszone wirkte sich mit 1,0 Mrd € rückstellungsmindernd aus. Die Anwendung der bisherigen Datenselektionskriterien hätte zu einem um 30 Basispunkte niedrigeren Zins zum 31. Dezember 2015 geführt. Der Nettopensionsaufwand für das Geschäftsjahr 2015 vermindert sich aufgrund der modifizierten Ermittlung des Abzinsungssatzes um 17 Mio €. Das zugrunde liegende Bond Portfolio setzt sich weiterhin nur aus qualitativ hochwertigen Unternehmensanleihen zusammen, die ein Mindestrating von AA bzw. AAA haben. Staatlich garantierte / gesicherte Unternehmensanleihen werden nicht mehr einbezogen.

In Deutschland wurden hinsichtlich der Sterblichkeit die Heubeck-Richttafeln 2005 G, in den USA RP-2014 Combined Healthy Mortality Tables und in Großbritannien 95 % von S1NXA zugrunde gelegt. In den USA wurden in diesem Jahr Anpassungen aus der MP-2015 mortality improvement scale berücksichtigt. Dies führte zu einem versicherungsmathematischen Gewinn von 66 Mio €.

Die folgenden gewichteten Parameter wurden zur Bewertung des Versorgungsaufwands im jeweiligen Berichtsjahr zugrunde gelegt:

Parameter Versorgungsaufwand

 

 

Inland

 

Ausland

 

Gesamt

 

 

2014

2015

 

2014

2015

 

2014

2015

 

 

in %

in %

 

in %

in %

 

in %

in %

Pensionszusagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abzinsungssatz

 

3,80

2,20

 

4,70

3,70

 

4,05

2,55

Erwartete Lohn- / Gehaltsentwicklung

 

3,00

3,00

 

3,95

3,65

 

3,95

3,15

Erwartete Rentenentwicklung

 

1,75

1,75

 

3,60

3,30

 

3,60

2,10

Andere Leistungszusagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abzinsungssatz

 

 

4,90

3,95

 

4,90

3,95

Die Parametersensitivitäten wurden, basierend auf einer detaillierten Bewertung analog der Ermittlung der Daten in Tabelle „Entwicklung der Nettoverpflichtungen”, durch sachverständige Aktuare berechnet. Eine Änderung der einzelnen Parameter um 0,5 Prozentpunkte bzw. der Sterbewahrscheinlichkeit jedes einzelnen Berechtigten um 10 % hätte bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen folgende Auswirkungen auf die Versorgungsverpflichtungen zum Ende des laufenden Geschäftsjahres:

Sensitivitäten Versorgungsverpflichtungen

 

 

Inland

 

Ausland

 

Gesamt

 

 

Zunahme

Abnahme

 

Zunahme

Abnahme

 

Zunahme

Abnahme

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

Pensionszusagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Änderung des Abzinsungssatzes um 0,5 %-Punkte

 

−1.544

1.767

 

−450

504

 

−1.994

2.271

Änderung der erwarteten Lohn- / Gehaltsentwicklung um 0,5 %-Punkte

 

121

−113

 

47

−44

 

168

−157

Änderung der erwarteten Rentenentwicklung um 0,5 %-Punkte

 

1.006

−919

 

127

−96

 

1.133

−1.015

Änderung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10 %

 

−597

669

 

−173

185

 

−770

854

Andere Leistungszusagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Änderung des Abzinsungssatzes um 0,5 %-Punkte

 

 

−46

51

 

−46

51

Änderung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10 %

 

 

−21

24

 

−21

24


Sensitivitäten Versorgungsverpflichtungen (Vorjahr)

 

 

Inland

 

Ausland

 

Gesamt

 

 

Zunahme

Abnahme

 

Zunahme

Abnahme

 

Zunahme

Abnahme

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

Pensionszusagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Änderung des Abzinsungssatzes um 0,5 %-Punkte

 

−1.712

1.969

 

−441

494

 

−2.153

2.463

Änderung der erwarteten Lohn- / Gehaltsentwicklung um 0,5 %-Punkte

 

145

−135

 

44

−41

 

189

−176

Änderung der erwarteten Rentenentwicklung um 0,5 %-Punkte

 

1.119

−1.020

 

106

−76

 

1.225

−1.096

Änderung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10 %

 

−657

737

 

−168

179

 

−825

916

Andere Leistungszusagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Änderung des Abzinsungssatzes um 0,5 %-Punkte

 

 

−51

56

 

−51

56

Änderung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10 %

 

 

−22

24

 

−22

24

Wegen ihres Versorgungscharakters werden insbesondere die Verpflichtungen der US-Tochtergesellschaften für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand ebenfalls unter den pensionsähnlichen Verpflichtungen ausgewiesen. Für die Krankheitskosten wurde dabei eine Kostensteigerungsrate von 7,0 % (Vorjahr: 7,0 %) unterstellt, die sich bis zum Jahr 2023 (Vorjahr: 2018) schrittweise auf 5,0 % (Vorjahr: 5,0 %) reduziert. Eine Änderung der zugrunde gelegten Kostensteigerungsraten der Krankheitskosten um einen Prozentpunkt hätte folgende Auswirkungen:

Sensitivität Krankheitskosten

 

 

Zunahme um einen Prozentpunkt

 

Abnahme um einen Prozentpunkt

 

 

2014

2015

 

2014

2015

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

Auswirkungen auf die anderen Versorgungsverpflichtungen

 

86

79

 

−72

−68

Auswirkungen auf den Versorgungsaufwand

 

4

5

 

−4

−4

Geleistete und zukünftige Zahlungen

Folgende Auszahlungen entsprechen den getätigten bzw. erwarteten Arbeitgeberbeiträgen für fondsfinanzierte Versorgungspläne:

Gezahlte und erwartete Arbeitgeberbeiträge

 

 

Inland

 

Ausland

 

 

2014

2015

2016 erwartet

 

2014

2015

2016 erwartet

 

 

in Mio €

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

in Mio €

Pensionszusagen

 

331

387

74

 

112

148

133

Andere Leistungszusagen

 

 

18

1

Gesamt

 

331

387

74

 

130

148

134

Bayer hat sich derzeit verpflichtet, Beiträge für den Ausgleich bestehender Unterdeckungen (Deficit Contributions) im Jahr 2016 von 21 Mio GBP und danach jährlich rund 16 Mio GBP bis 2019 einschließlich für seine britischen Pensionspläne zu leisten, und wird im Jahr 2016 voraussichtlich 50 Mio USD für seine amerikanischen Pensionspläne leisten, wobei sich letzterer Betrag je nach den dann vorherrschenden tatsächlichen Gegebenheiten ändern kann.

Die zukünftig zu zahlenden Versorgungsleistungen für fondsfinanzierte und rückstellungsfinanzierte Versorgungspläne werden wie folgt geschätzt:

Zukünftige Zahlungen für Versorgungsleistungen

 

 

Auszahlung aus Planvermögen

 

Auszahlung vom Unternehmen

 

 

Pensionen

 

Andere Leistungs­zusagen

 

 

 

Pensionen

 

Andere Leistungs­zusagen

 

 

 

 

Inland

Ausland

 

Ausland

 

Gesamt

 

Inland

Ausland

 

Ausland

 

Gesamt

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

 

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

 

in Mio €

2016

 

219

303

 

9

 

531

 

447

66

 

35

 

548

2017

 

221

311

 

9

 

541

 

451

68

 

37

 

556

2018

 

224

322

 

10

 

556

 

458

71

 

39

 

568

2019

 

229

328

 

9

 

566

 

470

71

 

42

 

583

2020

 

234

340

 

9

 

583

 

476

75

 

43

 

594

2021 – 2025

 

1.260

1.763

 

46

 

3.069

 

2.471

436

 

241

 

3.148

In Deutschland beträgt die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Versorgungszusagen für Pensionen 17,3 Jahre (Vorjahr: 17,6 Jahre), im Ausland 13,4 Jahre (Vorjahr: 13,9 Jahre). Für die ausländischen anderen Leistungszusagen liegt die gewichtete durchschnittliche Laufzeit bei 11,5 Jahren (Vorjahr: 12,1 Jahre).