14. Steuern

Die Steueraufwendungen gliederten sich nach ihrer Herkunft wie folgt:

Steueraufwendungen nach Herkunft

 

 

2014

 

2015

 

 

 

davon Ertragsteuern

 

 

davon Ertragsteuern

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

Vorjahreswerte angepasst

Gezahlte bzw. geschuldete Steuern

 

 

 

 

 

 

Ertragsteuern

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

−566

 

 

−1.140

 

Übrige Länder

 

−739

 

 

−1.118

 

Sonstige Steuern

 

 

 

 

 

 

Deutschland

 

−48

 

 

−44

 

Übrige Länder

 

−189

 

 

−220

 

 

 

−1.542

−1.305

 

−2.522

−2.258

Latente Steuern

 

 

 

 

 

 

aus temporären Unterschieden

 

164

 

 

1.056

 

aus Verlustvorträgen und Steuergutschriften

 

70

 

 

−25

 

 

 

234

234

 

1.031

1.031

 

 

 

 

 

 

 

Gesamt

 

−1.308

−1.071

 

−1.491

−1.227

Die sonstigen Steuern enthalten im Wesentlichen Steuern auf Grundstücke, Kraftfahrzeuge sowie andere indirekte Steuern. Die sonstigen Steuern werden in den jeweiligen Funktionskosten erfasst.

Die latenten Steuerabgrenzungen resultierten aus den folgenden Bilanzpositionen:

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten

 

 

31.12.2014

 

31.12.2015

 

 

Aktive latente Steuern

Passive latente Steuern

 

Aktive latente Steuern

Passive latente Steuern

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

Vorjahreswerte angepasst

Immaterielle Vermögenswerte

 

1.586

2.520

 

1.411

1.910

Sachanlagen

 

86

672

 

253

678

Finanzielle Vermögenswerte

 

57

207

 

18

183

Vorräte

 

652

50

 

943

63

Forderungen

 

286

627

 

98

580

Sonstige Vermögenswerte

 

24

13

 

28

14

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

 

3.508

1.037

 

3.601

1.213

Andere Rückstellungen

 

976

129

 

1.025

90

Verbindlichkeiten

 

674

71

 

714

91

Verlustvorträge

 

446

 

393

Steuergutschriften

 

144

 

191

 

 

8.439

5.326

 

8.675

4.822

davon langfristig

 

7.182

4.912

 

7.398

4.750

Saldierung

 

−4.637

−4.637

 

−3.996

−3.996

Gesamt

 

3.802

689

 

4.679

826

Latente Steuern für erfolgsneutral erfasste Neubewertungen der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Pensionszusagen und anderen Leistungszusagen führten zu einem eigenkapitalreduzierenden Effekt in Höhe von −430 Mio € (Vorjahr: eigenkapitalerhöhenden Effekt von 1.621 Mio €). Erfolgsneutrale Veränderungen beizulegender Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten hatten einen eigenkapitalreduzierenden Effekt aus latenten Steuern in Höhe von −27 Mio € (Vorjahr: eigenkapitalerhöhenden Effekt von 55 Mio €). Die genannten Eigenkapitaleffekte sind in der Gesamtergebnisrechnung enthalten.

Die Nutzung steuerlicher Verlustvorträge führte im Jahr 2015 zu einer Minderung der gezahlten bzw. geschuldeten Ertragsteuern um 136 Mio € (Vorjahr: 24 Mio €). Durch die Berücksichtigung von Steuergutschriften konnten die gezahlten bzw. geschuldeten Ertragsteuern um 21 Mio € (Vorjahr: 10 Mio €) reduziert werden.

Von den gesamten Verlustvorträgen in Höhe von 5.497 Mio € (Vorjahr: 4.535 Mio €) können voraussichtlich Beträge von 1.812 Mio € (Vorjahr: 1.737 Mio €) innerhalb eines angemessenen Zeitraums genutzt werden. Der Anstieg der Verlustvorträge resultiert im Wesentlichen aus neu entstandenen Verlusten im laufenden Berichtsjahr sowie geänderten Steuerfestsetzungen für Vorjahre. Auf die voraussichtlich nutzbaren Verlustvorträge wurden aktive latente Steuern in Höhe von 393 Mio € (Vorjahr: 446 Mio €) gebildet, davon im Berichtsjahr 0 Mio € (Vorjahr: 39 Mio €) erfolgsneutral aus Kaufpreisallokationen.

Für Verlustvorträge in Höhe von 3.685 Mio € (Vorjahr: 2.798 Mio €) bestanden gesetzliche oder wirtschaftliche Einschränkungen hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit. Deshalb wurden hierfür keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Wäre eine Nutzbarkeit der Verlustvorträge in voller Höhe möglich, hätten theoretisch aktive latente Steuern in Höhe von 322 Mio € (Vorjahr: 138 Mio €) angesetzt werden müssen.

Steuergutschriften in Höhe von 191 Mio € (Vorjahr: 144 Mio €) wurden als aktive latente Steuern ausgewiesen, davon waren 0 Mio € (Vorjahr: 0 Mio €) im Berichtsjahr erfolgsneutral gebildet. Für Steuergutschriften in Höhe von 41 Mio € (Vorjahr: 45 Mio €) bestanden gesetzliche oder wirtschaftliche Einschränkungen hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit, weshalb hierfür keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden.

Die Verfallbarkeit der nicht nutzbaren Steuergutschriften und steuerlichen Verlustvorträge stellte sich wie folgt dar:

Verfallbarkeit nicht nutzbarer Steuergutschriften und steuerlicher Verlustvorträge

 

 

Steuergutschriften

 

Steuerliche Verlustvorträge

 

 

31.12.2014

31.12.2015

 

31.12.2014

31.12.2015

 

 

in Mio €

in Mio €

 

in Mio €

in Mio €

Innerhalb von einem Jahr

 

4

4

 

14

17

Innerhalb von zwei Jahren

 

 

9

70

Innerhalb von drei Jahren

 

3

4

 

3

25

Innerhalb von vier Jahren

 

 

24

32

Innerhalb von fünf Jahren

 

23

26

 

82

234

Später

 

15

6

 

2.666

3.307

Gesamt

 

45

40

 

2.798

3.685

Im Jahr 2015 bestanden in Tochtergesellschaften, die im abgelaufenen Jahr oder im Vorjahr Verluste erwirtschafteten, latente Steuerforderungsüberhänge aus temporären Differenzen und aus Verlustvorträgen in Höhe von 2.455 Mio € (Vorjahr: 2.117 Mio €). Diese wurden als werthaltig angesehen, da für diese Gesellschaften von zukünftigen steuerlichen Gewinnen ausgegangen wird.

Auf geplante Dividendenausschüttungen von Tochterunternehmen wurden im Berichtsjahr 35 Mio € (Vorjahr: 6 Mio €) passive latente Steuern angesetzt. Für temporäre Differenzen aus thesaurierten Ergebnissen von Tochterunternehmen in Höhe von 12.087 Mio € (Vorjahr: 8.648 Mio €) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.

Der ausgewiesene Steueraufwand des Jahres 2015 von 1.227 Mio € (Vorjahr: 1.071 Mio €) wich um 119 Mio € (Vorjahr: 58 Mio €) von dem erwarteten Steueraufwand von 1.346 Mio € (Vorjahr: 1.129 Mio €) ab, der sich bei Anwendung eines gewichteten erwarteten Durchschnittssteuersatzes auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben hätte. Dieser Durchschnittssatz wurde aus den erwarteten Steuersätzen der einzelnen Konzerngesellschaften ermittelt und lag 2015 bei 25,7 % (Vorjahr: 25,6 %). Der effektive Steuersatz betrug 23,4 % (Vorjahr: 24,3 %).

Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand sowie dem erwarteten und dem effektiven Steuersatz im Konzern stellten sich wie folgt dar:

Steuerüberleitungsrechnung

 

 

2014

 

2015

 

 

in Mio €

in %

 

in Mio €

in %

Erwarteter Steueraufwand und erwarteter Steuersatz

 

1.129

25,6

 

1.346

25,7

Vorjahreswerte angepasst

 

 

 

 

 

 

 

Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge

 

 

 

 

 

 

Mit dem operativen Geschäft verbundene Erträge

 

−92

−2,1

 

−155

−3,0

Beteiligungserträge und Veräußerungserlöse

 

−2

 

−10

−0,2

 

 

 

 

 

 

 

Erstmaliger Ansatz bisher nicht angesetzter aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge

 

−15

−0,3

 

−30

−0,6

Nutzung von Verlustvorträgen, auf die zuvor keine latenten Steuern gebildet worden sind

 

−1

 

−6

−0,1

 

 

 

 

 

 

 

Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen

 

 

 

 

 

 

Mit dem operativen Geschäft verbundene Aufwendungen

 

149

3,4

 

148

2,8

Abschreibungen auf Beteiligungen

 

2

 

7

0,1

 

 

 

 

 

 

 

Voraussichtlich nicht nutzbare neue Verlustvorträge

 

57

1,3

 

81

1,5

Voraussichtlich nicht nutzbare bereits bestehende Verlustvorträge, auf die zuvor latente Steuern gebildet worden sind

 

7

0,2

 

16

0,3

 

 

 

 

 

 

 

Periodenfremde Steueraufwendungen (+) und -erträge (−)

 

−119

−2,7

 

−95

−1,8

Steuereffekt aus Steuersatzänderungen

 

−10

−0,2

 

−25

−0,5

Sonstige Steuereffekte

 

−34

−0,9

 

−50

−0,8

 

 

 

 

 

 

 

Ausgewiesener Steueraufwand und effektiver Steuersatz

 

1.071

24,3

 

1.227

23,4