5. Nachhaltigkeits­management und -steuerung

Nachhaltigkeit bedeutet für uns im Kern Zukunftsfähigkeit und ist als Teil der Konzernstrategie in unsere täglichen Arbeitsabläufe integriert.

Unser Bekenntnis zum „UN Global Compact“ und seinen international anerkannten zehn Prinzipien, zur Initiative „Responsible Care™“ sowie unser weltweites Engagement in führenden (Unternehmens-) Foren wie z. B. dem „World Business Council for Sustainable Development“ (WBCSD) unterstreichen unser Selbstverständnis als nachhaltig operierendes Unternehmen.

Bayer befürwortet ausdrücklich auch den umfassenden Ansatz der im September 2015 durch die UN beschlossenen neuen Entwicklungsziele für die Zeit bis 2030, die sogenannten „Sustainable Development Goals“ (SDGs). Wir unterstützen in unserem Kerngeschäft insbesondere die Ziele gegen den Hunger und für eine gute Gesundheitsversorgung in der Welt. Auch die weiteren SDG decken sich mit unseren internen Anforderungen an eine verantwortungsvolle Geschäftstätigkeit.

Für die Steuerung und Ausrichtung unserer konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie sind der Konzernvorstand für Personal, Technologie und Nachhaltigkeit in seiner Funktion als Chief Sustainability Officer sowie ein Nachhaltigkeits-Council unter der Leitung der Konzernfunktion Environment & Sustainability verantwortlich.

Aufbau des Nachhaltigkeitsmanagements

Aufbau des Nachhaltigkeitsmanagements (Grafik)Aufbau des Nachhaltigkeitsmanagements (Grafik)

Das Nachhaltigkeits-Council legt Ziele, Initiativen, Managementsysteme und Konzernregelungen fest und verantwortet deren Umsetzung. Um unsere Konzernstrategie zu operationalisieren und messbar zu machen, haben wir entlang der Wertschöpfungskette ambitionierte nicht-finanzielle Ziele und Indikatoren festgelegt. Interne Konzernregelungen stellen die Implementierung unserer Nachhaltigkeitsprinzipien im operativen Geschäft sicher, wo sie durch entsprechende Managementsysteme, Regelungen und Prozesse umgesetzt werden.

Die Aktualität und Relevanz unserer Handlungsfelder überprüfen wir regelmäßig. Dazu analysieren und bewerten wir die Erwartungen und Anforderungen maßgeblicher Stakeholder und spiegeln diese mit unserer eigenen Einschätzung. Dieses Vorgehen ermöglicht es uns, nachhaltigkeitsrelevante Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und in unsere Strategie zu integrieren. 2014 haben wir dazu in einem mehrstufigen Prozess die für uns relevanten Themen identifiziert und in Bezug auf Umsatz, Kosten, Risiko und Reputation priorisiert. Die 24 Handlungsfelder mit Relevanz für Bayer haben wir in einer Materialitätsmatrix zusammengeführt.

Im Berichtsjahr haben wir die Ergebnisse aus der Materialitätsanalyse in internen Workshops erneut diskutiert und mit aktuellen Entwicklungen sowie den Konzernzielen abgeglichen. Außerdem haben wir sie in Bezug auf ihre Relevanz für die Bayer-Wertschöpfungskette (s. Grafik) und die Berichterstattung gemäß den neuen GRI (Global Reporting Initiative) ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Verbreitung und Optimierung von Nachhaltigkeitsberichterstattung einsetzt. Die GRI-Leitlinien gelten als der meistgenutzte und international anerkannteste Standard der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Diese Leitlinien werden in einem Multi-Stakeholder-Verfahren weiterentwickelt. Gegründet wurde GRI 1997 von Ceres (Coalition of environmentally responsible economies) und UNEP (dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen). G4 Leitlinien analysiert. In diesem Prozess wurden die ursprünglich 24 zu 11 Handlungsfeldern verdichtet, dem Vorstand vorgestellt und durch ihn bestätigt. In der nachfolgenden Grafik stellen wir die Zuordnung unserer Handlungsfelder zu den Wertschöpfungsstufen dar.

Handlungsfelder entlang der Wertschöpfungsstufen

Handlungsfelder entlang der Wertschöpfungsstufen (Grafik)Handlungsfelder entlang der Wertschöpfungsstufen (Grafik)

In der erweiterten Fassung des Geschäftsberichts finden Sie einen ausführlichen GRI-Content-Index mit korrespondierenden UNGC (United Nations Global Compact) Der Global Compact der Vereinten Nationen ist eine strategische Initiative für Unternehmen, die sich verpflichten, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an zehn universell anerkannten Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung auszurichten. Damit soll die Wirtschaft als wichtige treibende Kraft der Globalisierung dazu beitragen, dass die Entwicklung von Märkten und Handelsbeziehungen, von Technologien und Finanzwesen allen Wirtschaftsräumen und Gesellschaften zugutekommt. Mit der Verpflichtung zum UNGC ist eine jährliche Dokumentation des Unternehmensengagements zur Erreichung der zehn Prinzipien verbunden. -Prinzipien sowie den GRI-Aspekten, denen wir unsere Handlungsfelder zugeordnet haben. Dazu geben wir an, ob unsere Einflussmöglichkeit dabei innerhalb oder außerhalb des Unternehmens liegt. Wir stellen außerdem eine Übersichtstabelle mit den Handlungsfeldern und deren Definition, den entsprechenden Konzernzielen sowie den zugeordneten GRI (Global Reporting Initiative) ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Verbreitung und Optimierung von Nachhaltigkeitsberichterstattung einsetzt. Die GRI-Leitlinien gelten als der meistgenutzte und international anerkannteste Standard der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Diese Leitlinien werden in einem Multi-Stakeholder-Verfahren weiterentwickelt. Gegründet wurde GRI 1997 von Ceres (Coalition of environmentally responsible economies) und UNEP (dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen). -Aspekten bereit.

Stakeholder-Dialog bei Bayer

Der ständige Kontakt und kontinuierliche Dialog mit unseren Interessengruppen auf globaler und lokaler Ebene sind wichtig für uns. Bayer ist Teil der Gesellschaft und des öffentlichen Lebens. Gesellschaftliche Akzeptanz und Wertschätzung für unser unternehmerisches Handeln sind daher wesentlich für unser Ansehen und unseren geschäftlichen Erfolg. Die Einbindung unterschiedlicher Interessengruppen ist ein wichtiges Element unseres Handelns, mit dem Ziel, ein besseres gegenseitiges Verständnis und Vertrauen zu schaffen für unsere Arbeit und unsere Produkte.

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eingeschränkt geprüft

Wir halten den systematischen Dialog mit den für uns relevanten Akteuren für eine wichtige Voraussetzung, um deren Perspektiven und Erwartungen zu verstehen und soweit wie möglich in unseren geschäftlichen Entscheidungsprozessen berücksichtigen zu können. Dieses Vorgehen unterstützt uns dabei, Trends und Entwicklungen in Gesellschaften und Märkten frühzeitig zu erkennen, Risiken zu vermeiden, unseren Beitrag einzuschätzen und somit Schwerpunkte für unser unternehmerisches Handeln zu setzen.

Die zielgerichtete Einbindung unserer Stakeholder erfolgt bei Bayer unter anderem anhand des Stakeholder-Engagement-Prozesses. Dieser beschreibt, wie konzernweit Anspruchsgruppen in einem Projekt identifiziert, ihre Erwartungen aufgenommen und der Austausch gesteuert werden kann. Der Engagement-Prozess bedarf der regelmäßigen Überprüfung und der Spiegelung an gesellschaftlichen Trends.

Stakeholder-Engagement-Prozess

Stakeholder-Engagement-Prozess (Grafik)Stakeholder-Engagement-Prozess (Grafik)

Um die Akzeptanz und Wertschätzung für unser Geschäft langfristig sicherzustellen, wollen wir die Interessen unserer Stakeholder noch enger mit unserer Geschäftsstrategie verknüpfen. Es ist wichtig, bereits zu Beginn eines neuen Projekts auf gesellschaftliche und politische Akteure zuzugehen und frühzeitig um Unterstützung zu werben, Risiken und Chancen zu erkennen und die offene Diskussion zu suchen. Wir haben dazu einen Leitfaden für Stakeholder-Engagement bei strategischen Entscheidungsprozessen wie z. B. Investitionsprojekten und neuen Produkteinführungen entwickelt. Die daraus erwachsene Plattform des „Virtual Resource Centers“ bietet Online-gestützte Instrumente und ein Tutorial, um gesellschaftliche und politische Strömungen frühzeitig zu erkennen und erfolgreich in der Projektplanung zu berücksichtigen. Das Konzept kommt gegenwärtig bei verschiedenen Projekten im Unternehmen zum Einsatz und wird durch Erfahrungen in der Praxis weiterentwickelt. Zusätzlich werden die oberen Führungskräfte systematisch für einen besseren Austausch im Umgang mit kritischen Stakeholdern in einem speziellen Trainingsprogramm geschult.

Unsere Stakeholder-Aktivitäten im Tagesgeschäft reichen von gezielten Dialogen auf lokalem, nationalem und internationalem Level über die Mitarbeit in Gremien und Fachworkshops, umfassenden Informationsprogrammen bis hin zur Teilnahme an internationalen Initiativen und Kooperationen. Unser Stakeholder-Dialog umfasst sowohl die Kommunikation und aktive Interaktion mit einzelnen Zielgruppen als auch themenbezogene Multi-Stakeholder-Veranstaltungen.

Grundsätzlich unterscheiden wir vier Gruppen, mit denen wir hauptsächlich interagieren: Partner, Regulierer, Finanzmarktteilnehmer und die gesellschaftlichen Interessengruppen. Anhand ausgewählter Beispiele aus dem Jahr 2015 geben wir nachfolgend oder in den relevanten Kapiteln Einblick in unser Engagement.

Unsere Partner

Kunden / Lieferanten

Nähere Informationen finden Sie in unserem Kapitel 7 „Einkauf, Produktion, Logistik, Vertrieb“.

Mitarbeiter

Mehr zur Mitarbeiterkommunikation lesen Sie im Kapitel 6 „Mitarbeiter“.

Hochschulen, wissenschaftliche Einrichtungen

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Bayer werden durch den internationalen Austausch mit führenden Hochschulen, öffentlichen Forschungseinrichtungen und Partnerfirmen ergänzt. Mehr dazu lesen Sie in Kapitel 4 „Forschung, Entwicklung, Innovation“.

Schulen und Hochschulen

Nähere Informationen zu unseren umfangreichen Aktivitäten im Dialog mit Schülern und Studenten finden Sie in Kapitel 11 „Gesellschaftliches Engagement“.

Verbände

Über unsere Geschäftsaktivitäten hinaus ist Bayer aktives Mitglied in zahlreichen nationalen, europäischen und internationalen Verbänden und ihren Gremien oder hält Führungspositionen, wie dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI; ab 2015 Vizepräsidentschaft), dem Verband der Chemischen Industrie (VCI; Präsidentschaft), dem Deutschen Aktieninstitut (DAI; Präsidentschaft), dem European Chemical Industry Council (CEFIC; Vorstandsmitgliedschaft), BusinessEurope oder dem International Council of Chemical Associations (ICCA). Bayer führt zudem derzeit econsense, das Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft.

Die Bayer-Teilkonzerne sind zusätzlich in ihren jeweiligen Fachverbänden engagiert. HealthCare beispielsweise gehört dem Vorstand des europäischen (EFPIA) sowie des amerikanischen Pharmaverbands (PhRMA) an, CropScience dem Vorstand des internationalen Pflanzenschutzverbandes CropLife International, den regionalen Verbänden (CropLife Amerika, Lateinamerika, Afrika & Mittlerer Osten) sowie dem europäischen Verband, European Crop Protection Association (ECPA), und der Vorstandsvorsitzende von Covestro ist Präsident des europäischen Kunststoff-Herstellerverbands PlasticsEurope.

Finanzmarktteilnehmer

Mehr zu unserem Dialog mit dem Kapitalmarkt – Aktionären, Kapitalanlagegesellschaften, institutionellen Investoren, Banken und Rating-Agenturen – lesen Sie im Kapitel „Bayer am Kapitalmarkt“.

Regulierer

Gesetzgeber, Behörden, Politiker

Die Rahmenbedingungen, unter denen unser Unternehmen agiert, werden von Behörden, Gesetzgebern und Politikern entscheidend mitgestaltet, beispielsweise durch Gesetzesbestimmungen oder Genehmigungen. Die aktuellen Dialoge mit Behörden und Ministerien auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene umfassen u. a. gezielte Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern und die Mitarbeit in Fachworkshops und Kooperationsprojekten. Unsere Mitwirkung in politischen Entscheidungsprozessen ist dabei vonseiten der Akteure auch ausdrücklich erwünscht.

Wahrnehmung politischer Interessen

Mit dem „Verhaltenskodex für verantwortungsvolles Lobbying“ hat Bayer klare verbindliche Regeln für das Engagement im politischen Raum geschaffen und setzt auf Transparenz in der Zusammenarbeit mit Repräsentanten politischer Institutionen. Innerhalb des Konzerns ist das „Public and Governmental Affairs Committee“ für die strategische Planung der politischen Arbeit von Bayer verantwortlich. Dazu gehört insbesondere die Entwicklung der politischen Positionen des Unternehmens, aber auch die Positionierung des Bayer-Vorstands zu wichtigen politischen Fragestellungen. Der Fokus der politischen Interessenvertretung von Bayer lag auch im Jahr 2015 auf der gesellschaftlichen Akzeptanz von Technologien und Produkten, der Einbringung von Vorschlägen zur Schaffung nachhaltiger Gesundheitssysteme, dem Abbau von Innovationshürden, der Chemikalien- sowie Energiepolitik, der Handelspolitik und dem Klimaschutz. Bayer setzt sich für den Schutz geistigen Eigentums ein, um weiterhin innovative Produkte entwickeln zu können. Darüber hinaus unterbreitet Bayer Vorschläge in Bezug auf den regulatorischen Rahmen für Pflanzenschutzmittel und Saatgut. Mehr zu unseren politischen Grundsätzen erfahren Sie im Internet.

Unsere Verbindungsbüros in Berlin, Brüssel, Washington, Moskau, Brasilia und Peking sind für unser Unternehmen wichtige Kontaktstellen zur Politik. Bayer beteiligt sich pro-aktiv an vorhandenen Transparenzinitiativen. Wir veröffentlichen Angaben zu Kosten, Mitarbeiterzahl und sonstige im jeweiligen Land gesetzlich vorgeschriebenen Daten, z. B. in den Transparenzregistern der Europäischen Institutionen oder des US-Kongresses. Dabei geht Bayer weit über die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen hinaus. So veröffentlichen wir beispielsweise auch Daten für Länder, wie z. B. Deutschland, in denen keinerlei gesetzliche Anforderung für eine solche Veröffentlichung besteht. Im Jahr 2015 beliefen sich die Kosten der Verbindungsbüros, die jeweils Personal-, Sach- und Projektkosten beinhalten, auf rund: 1,2 Mio € in Berlin, Deutschland, 2 Mio € in Brüssel, Belgien, 6,9 Mio € in Washington, USA, 0,14 Mio € in Moskau, Russland, 1,1 Mio € in Brasilia, Brasilien und 1 Mio € in Peking, China.

Gemäß unserer Konzernregelung haben wir uns verpflichtet, keine direkten Spenden an politische Parteien, Politiker oder Kandidaten für ein politisches Amt zu leisten. Einige Verbände, deren Mitglied wir sind, spenden allerdings unter Berücksichtigung der gesetzlichen Regelungen in eigener Verantwortung.

Das „Bayer Corporation Political Action Committee“ (BayPac) wird in den USA von einigen Mitarbeitern genutzt, um Kandidaten für parlamentarische Ämter durch private Spenden zu unterstützen. „Political Action Committees“ sind in den USA staatlich reglementierte und rechtlich selbstständige Mitarbeitergruppen. In den USA ist es Unternehmen gesetzlich untersagt, politische Kandidaten mit Spenden direkt zu unterstützen. Diese Spenden sind daher keine Unternehmensspenden. Die „BayPac“-Beiträge werden regelmäßig an die US-Wahlaufsichtsbehörde Federal Election Commission gemeldet und sind auf deren Website abrufbar.

Gesellschaftliche Interessengruppen

Nichtregierungsorganisationen, Öffentlichkeit, Nachbarn, Wettbewerber

Bayer beteiligt sich auf nationaler und internationaler Ebene an einer Vielzahl von Projekten, thematischen Initiativen und Fachkonferenzen, um die gemeinsame Aufgabe der nachhaltigen Entwicklung aktiv mitzugestalten. Dazu gehört neben dem Austausch und der Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und supranationalen Organisationen v. a. auch der Dialog mit der Öffentlichkeit.

Bayer ist u. a. aktiv engagiert im UN Global Compact sowohl in den Initiativen „CEO Water Mandate“ und „Caring for Climate“ als auch im globalen Netzwerk des Global Compact LEAD sowie lokalen Global-Compact-Netzwerken. Seit 2004 engagieren wir uns als Organizational Stakeholder der Global Reporting Initiative.

HealthCare beteiligt sich aktiv am gesellschaftlichen Dialog zu Nachhaltigkeitsthemen und schafft Foren, um den Austausch zu fördern und gemeinsam mit Partnern tragfähige Lösungsansätze zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Regierungs- und Nicht-Regierungsorganisationen unterstützt HealthCare die Konferenz „Internationaler Dialog über Bevölkerung und nachhaltige Entwicklung“. Das Konzept dieses Politikdialogs besteht darin, Lösungswege für international relevante Fragen der reproduktiven Gesundheit zu erarbeiten und Erfahrungen bei der Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele auszutauschen.

Gemeinsam mit der Stiftung Weltbevölkerung organisiert HealthCare eine Reihe parlamentarischer Abende, auf denen Experten der Entwicklungszusammenarbeit, Vertreter aus Politik, Auslandsvertretungen, medizinischer Forschung, internationalen Nichtregierungsorganisationen und Think Tanks über Themen der Entwicklungspolitik und der Bevölkerungsentwicklung diskutieren.

CropScience stärkt den gesellschaftlichen Dialog über die Vorteile von Wissenschaft und Innovation in der Landwirtschaft weiter und informiert die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten und Herausforderungen der modernen Landwirtschaft. Vor allem junge Menschen sollen mit dem Bildungsprogramm „Agricultural Education“ angeregt werden, sich eingehender mit der Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion zu beschäftigen. Das Programm umfasst praxisnahe Übungen in Schülerlaboren, Stipendien für Agrarwissenschaften sowie den Ideenaustausch mit Gleichgesinnten über die Zukunft der Landwirtschaft auf internationalen Jugendkonferenzen wie dem „Youth Ag-Summit“.

In Partnerschaft mit der australischen Landwirtschafts-Jugendorganisation Future Farmers Network (FFN) fand 2015 der zweite Youth Ag-Summit im australischen Canberra statt. Im Fokus stand das Thema Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung. Abgesandte des Youth Ag-Summit haben Ende des Jahres auf der Welternährungskonferenz der Vereinten Nationen in Rom, Italien, eine Erklärung der Jugendlichen zu konkreten Aktionen und Empfehlungen bei der Ernährungssicherung vorgestellt.

Das Umfeld unserer Standorte nimmt für Bayer eine wichtige Rolle im Stakeholder-Dialog ein. Wir arbeiten an allen Standorten daran, als verlässlicher Partner und attraktiver Arbeitgeber anerkannt zu werden, der seine gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt. Bei Investitionsprojekten z. B. ist die Einbindung der Nachbarschaft entscheidend für den Erfolg eines Projektes.

CropScience informiert regelmäßig seine Nachbarn, u. a. in Deutschland an den Standorten Dormagen, Frankfurt-Hoechst und Knapsack, durch Foren, Printmedien sowie persönliche Gespräche mit Bürgerinitiativen, Vertretern der Kirchengemeinden und der regionalen Presse. Auch an Standorten in anderen Ländern, wie z. B. Muskegon, USA, sowie Hangzhou, China, findet Stakeholder-Dialog mit der Nachbarschaft statt.

Der Dialog mit Nachbarn, Öffentlichkeit und Nichtregierungsorganisationen wird von Covestro anlassbezogen geführt. So wird die Nachbarschaft der Standorte bei Investitionsprojekten proaktiv informiert und eingebunden. Ein Beispiel ist die intensive, freiwillige Informationspolitik von Covestro und dem deutschen Chempark-Betreiber Currenta anlässlich der Verlegung eines Abschnitts der bestehenden Kohlenmonoxid-Rohrfernleitung unter dem Rhein zwischen Dormagen und Leverkusen. Die Genehmigungsunterlagen für den Düker konnten von Interessenten in beiden betroffenen Städten öffentlich eingesehen und zusätzlich auf einer eigens eingerichteten Internetseite abgerufen werden. Umfassende, aktuelle Informationen finden Sie unter www.dueker.chempark.de. Auch bei der geplanten Kohlenmonoxid-Rohrleitung zwischen den deutschen Standorten Dormagen und Krefeld-Uerdingen werden sowohl die Medien als auch die Anrainer unterrichtet. Eine wichtige Rolle beim Informationsaustausch auch mit der kritischen Öffentlichkeit spielte das von Covestro initiierte Dialog-Forum.

In den USA erfolgt der Covestro-Standortdialog über lokale „Community Advisory Panels (CAP)“. Diese organisieren u. a. regelmäßige Treffen mit der örtlichen Regierung und der Nachbarschaft, um über aktuelle Themen oder Neuigkeiten aus dem Bereich der Standortsicherheit zu informieren. In Deutschland werden für den Nachbarschaftsdialog die von Currenta betriebenen Chempark-Büros an den Niederrheinstandorten genutzt.

Covestro ist u. a. Mitglied im UN Global Compact und bei econsense aktiv. Darüber hinaus bestehen im Rahmen des gesellschaftlichen Engagements verschiedene Partnerschaften mit NGOs, beispielsweise mit „Habitat for Humanity“ für die Errichtung nachhaltiger und bezahlbarer Häuser in Indien.