15.1 Ertragslage Bayer AG

Gewinn- und Verlustrechnung Bayer AG nach HGB

 

 

2014

 

2015

 

 

in Mio €

 

in Mio €

Beteiligungsergebnis

 

3.213

 

2.444

Zinsergebnis

 

−341

 

−484

Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

 

129

 

409

Sonstige betriebliche Erträge

 

128

 

99

Allgemeine Verwaltungskosten

 

−272

 

−324

Sonstige betriebliche Aufwendungen

 

−147

 

−177

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Gewinn vor Ertragsteuern

 

2.710

 

1.967

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

 

−256

 

−606

Jahresüberschuss

 

2.454

 

1.361

Einstellung in andere Gewinnrücklagen / Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen

 

−593

 

706

Bilanzgewinn

 

1.861

 

2.067

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Bayer AG einen Jahresüberschuss von 1.361 Mio € (Vorjahr: 2.454 Mio €) erzielt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Ergebnisrückgang um 1.093 Mio €. Ergebnisbelastend waren vor allem ein rückläufiges Beteiligungsergebnis und höhere Steueraufwendungen.

Das im Geschäftsjahr erzielte Beteiligungsergebnis von 2.444 Mio € (Vorjahr: 3.213 Mio €) lag um 769 Mio € unter dem des Vorjahres. Den bei Weitem größten Ergebnisbeitrag steuerte mit 1.793 Mio € (Vorjahr: 2.158 Mio €) wie schon in den vergangenen Jahren die Bayer Pharma AG bei. Trotz deutlicher Geschäftsausweitung ging deren Ergebnis allerdings u.a. infolge höherer Forschungs- und Vertriebskosten um 365 Mio € zurück. Die Bayer CropScience AG führte mit 964 Mio € (Vorjahr: 787 Mio €) 177 Mio € mehr an die Bayer AG ab. Neben einem leicht verbesserten Ergebnisbeitrag aus dem operativen Geschäft wirkten sich u.a. Einmalerträge aus einem Rechtsfall aus. Von der Covestro Deutschland AG, der ehemaligen Bayer MaterialScience AG (BMS), hat die Bayer AG einen Verlust von 150 Mio € aus deren Rumpfgeschäftsjahr übernommen, das im August 2015 endete. Im Jahr zuvor führte die Gesellschaft noch ein positives Ergebnis von 154 Mio € ab. Maßgeblich für den Ergebnisrückgang war insbesondere eine Zahlung von 217 Mio € zur Ablösung von Ausgleichsansprüchen der Bayer AG für Pensionsaufwendungen ehemaliger BMS-Mitarbeiter. Nennenswerte Ergebnisbeiträge kamen darüber hinaus mit 149 Mio € (Vorjahr: 146 Mio €) aus einer Organgesellschaft mit Dividendeneinkünften aus dem Ausland. Bei den Servicegesellschaften Bayer Business Services GmbH und Bayer Technology Services GmbH betrugen die übernommenen Verluste 118 Mio € (Vorjahr: 75 Mio €) bzw. 12 Mio € (Vorjahr: 18 Mio €), bei der Bayer HealthCare AG, der Holding für das weltweite HealthCare-Geschäft, 231 Mio € (Vorjahr: 207 Mio €).

Das Zinsergebnis ging gegenüber dem Vorjahr um 143 Mio € auf −484 Mio € zurück. Allein die Abzinsung der Pensionsrückstellungen führte nach Verrechnung mit Erträgen aus dem Deckungsvermögen zu einem Mehraufwand von 142 Mio € und damit zu einem Aufwand von insgesamt 276 Mio € (Vorjahr: 134 Mio €). Der verbliebene Zinsaufwandssaldo von 208 Mio € (Vorjahr: 207 Mio €) entfiel mit 179 Mio € auf Dritte und mit 29 Mio € auf Gesellschaften des Konzerns.

Der positive Saldo aus den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen belief sich auf 409 Mio € (Vorjahr: 129 Mio €). Der deutliche Anstieg ist insbesondere auf eine von der Covestro Deutschland AG vereinnahmte Zahlung von 217 Mio € für die Ablösung von Ausgleichsansprüchen der Bayer AG für Pensionsaufwendungen ehemaliger BMS-Mitarbeiter zurückzuführen. Erträge aus der Weiterbelastung von Pensionsaufwendungen für die bei der Bayer AG nach Ausgliederung des operativen Geschäfts in den Jahren 2002 und 2003 verbliebenen Pensionäre an die Teilkonzern- und Servicegesellschaften machten 178 Mio € (Vorjahr: 180 Mio €) aus. Die Pensionsaufwendungen als solche sind, soweit zinsbedingt, im Zinsergebnis, im Übrigen unter den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Im Jahr 2015 ergab sich ein Ertrag von 15 Mio €, im Vorjahr ein Aufwand von 19 Mio €. Erträge von 6 Mio € (Vorjahr: Aufwendungen von 20 Mio €) ergaben sich aus der Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sowie aus Währungsderivaten.

In Wahrnehmung ihrer Aufgaben als Obergesellschaft des Konzerns fielen bei der Bayer AG allgemeine Verwaltungskosten von 324 Mio € (Vorjahr: 272 Mio €) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen – nach Saldierung mit entsprechenden Erträgen – von 78 Mio € (Vorjahr: 19 Mio €) an. Die höheren Aufwendungen von insgesamt 111 Mio € stehen mit 83 Mio € in Zusammenhang mit der Verselbstständigung und dem Börsengang von Covestro.

Der Gewinn vor Ertragsteuern lag mit 1.967 Mio € (Vorjahr: 2.710 Mio €) unter dem Vorjahreswert. Der Steueraufwand erhöhte sich gleichwohl aufgrund von Effekten im Zusammenhang mit der Bildung des Covestro-Konzerns sowie geringerer steuerfreier Beteiligungserträge von 256 Mio € auf 606 Mio €. Nach Abzug der Steuern verblieb ein Jahresüberschuss von 1.361 Mio € (Vorjahr: 2.454 Mio €). Nach Entnahme eines Betrags von 706 Mio € aus den Gewinnrücklagen ergab sich ein Bilanzgewinn von 2.067 Mio €.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 29. April 2016 vorschlagen, den Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 2,50 € je Aktie (826.947.808 Stück) auf das dividendenberechtigte Grundkapital von 2.117 Mio € zu verwenden.