14.1 Ertragslage Bayer-Konzern

Gewinn- und Verlustrechnung Bayer-Konzern (Kurzfassung)

 

 

2014

 

2015

 

Veränderung

 

 

in Mio €

 

in Mio €

 

in %

Vorjahreswerte angepasst

1

EBIT: Ergebnis nach Ertragsteuern zuzüglich Ertragsteuern und zuzüglich Finanzergebnis

Umsatzerlöse

 

41.339

 

46.324

 

12,1

Herstellungskosten

 

19.909

 

21.158

 

6,3

Vertriebskosten

 

10.669

 

12.367

 

15,9

Forschungs- und Entwicklungskosten

 

3.537

 

4.281

 

21,0

Allgemeine Verwaltungskosten

 

1.703

 

2.098

 

23,2

Sonstige betriebliche Aufwendungen (−) und Erträge (+)

 

−126

 

−170

 

−34,9

EBIT1

 

5.395

 

6.250

 

15,8

Finanzergebnis

 

−981

 

−1.005

 

−2,4

Ergebnis vor Ertragsteuern

 

4.414

 

5.245

 

18,8

Ertragsteuern

 

−1.071

 

−1.227

 

−14,6

Ergebnis nach Ertragsteuern (gesamt)

 

3.443

 

4.098

 

19,0

davon auf andere Gesellschafter entfallend

 

17

 

−12

 

davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend (Konzernergebnis)

 

3.426

 

4.110

 

20,0

Der Umsatz des Bayer-Konzerns erhöhte sich auf 46.324 Mio € (+12,1 %). Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte entspricht dies einem Anstieg von 2,7 %.

Die Herstellungskosten stiegen um 6,3 % auf 21.158 Mio €, im Wesentlichen bedingt durch kostenerhöhende Währungs- und Portfolioeffekte. Gegenläufig wirkten geringere Rohstoffkosten bei Covestro. Der Anteil der Herstellungskosten am Gesamtumsatz betrug 45,7 % (Vorjahr: 48,2 %). Die Vertriebskosten beliefen sich auf 12.367 Mio € (+15,9 %). Dies entspricht einem Vertriebskostenanteil von 26,7 % (Vorjahr: 25,8 %). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) erhöhten sich um 21,0 % auf 4.281 Mio €. Dies ist vor allem auf die höhere Investitionen in F&E bei Pharma zurückzuführen. Bezogen auf den Umsatz ergab sich eine F&E-Quote von 9,2 % (Vorjahr: 8,6 %). Bei den allgemeinen Verwaltungskosten verzeichneten wir einen Anstieg von 23,2 % auf 2.098 Mio €. Damit erhöhte sich der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten am Gesamtumsatz auf 4,5 % (Vorjahr: 4,1 %). Die gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von −170 Mio € (Vorjahr: −126 Mio €) resultierten in erster Linie aus negativen Effekten aus den Derivaten zur Sicherung von geplanten Umsätzen, die teilweise durch einen Sonderertrag aus Schadensersatz- und Lizenzzahlungen im Zusammenhang mit der Verletzung von Bayer-Rechten am Unkraut-Kontrollsystem Liberty Link™ durch Dow AgroSciences kompensiert wurden.

Das EBIT Ergebnis nach Ertragsteuern zuzüglich Ertragsteueraufwand und zuzüglich Finanzergebnis. Die Kennzahl ist nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert. des Jahres 2015 erhöhte sich um 15,8 % auf 6.250 Mio €.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich um 2,4 % auf −1.005 Mio €. Darin waren u. a. ein Zinsergebnis von −455 Mio € (Vorjahr: −356 Mio €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 287 Mio € (Vorjahr: 322 Mio €) sowie ein Kursergebnis von −254 Mio € (Vorjahr: −248 Mio €) enthalten. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses ist im Wesentlichen auf höhere Finanzierungskosten in Verbindung mit dem erworbenen Consumer-Care-Geschäft von Merck & Co., Inc., USA, zurückzuführen.

Der Steueraufwand ist 2015 auf 1.227 Mio € (Vorjahr: 1.071 Mio €) angestiegen. Das Ergebnis nach Steuern betrug 4.098 Mio €. Der Anteil anderer Gesellschafter am Ergebnis verringerte sich um 29 Mio € auf –12 Mio €. Im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete Bayer ein Konzernergebnis von 4.110 Mio € (Vorjahr: 3.426 Mio €).