Glossar

3

3R-Prinzip (replace, reduce, refine)

Replace: Vor jedem Projekt überprüft Bayer, ob es anerkannte tierversuchsfreie Methoden gibt, und setzt diese dann ein. Reduce: Gibt es keine alternative Methode, werden nur so viele Tiere eingesetzt, wie nötig sind, um auf Basis der gesetzlichen Vorgaben zu wissenschaftlich aussagekräftigen Ergebnissen zu gelangen. Refine: Bei Tierversuchen achtet Bayer darauf, dass die Belastung dabei so gering wie möglich ist.
B

Bereinigtes Ergebnis je Aktie

Ergebnis je Aktie zuzüglich / abzüglich Abschreibungen / Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und außerplanmäßigen Abschreibungen / Wertaufholungen von Sachanlagen, zuzüglich / abzüglich Sonderaufwendungen / Sondererträge (ohne Abschreibungen / Wertaufholungen) sowie zuzüglich / abzüglich der darauf bezogenen Steuereffekte sowie den auf andere Gesellschafter entfallenden Anteil der vorgenommenen Anpassung. Die Kennzahl ermöglicht die Vergleichbarkeit der Performance im Zeitablauf. Sie ist nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert.

Biozide

sind Substanzen und Produkte, die Schädlinge und Lästlinge wie Insekten, Mäuse oder Ratten, aber auch Algen, Pilze oder Bakterien bekämpfen.

Brutto-Cashflow

Ergebnis nach Ertragsteuern zuzüglich Ertragsteueraufwand und zuzüglich Finanzergebnis abzüglich gezahlter bzw. geschuldeter Ertragsteuern zuzüglich Abschreibungen abzüglich Wertaufholungen zuzüglich bzw. abzüglich Veränderungen der Pensionsrückstellungen abzüglich Gewinne bzw. zuzüglich Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten abzüglich Gewinne aus der Neubewertung bisheriger Vermögenswerte bei stufenweisem Unternehmenserwerb. Die Position Veränderung der Pensionsrückstellungen umfasst sowohl die Korrektur nicht zahlungswirksamer Effekte im EBIT als auch Auszahlungen aufgrund unserer Pensionsverpflichtungen. Diese Kennzahl ist nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert.

Brutto-Cashflow-Hurdle

Die BCF-Hurdle ist der Betrag, der aus dem Mittelzufluss erwirtschaftet werden muss, damit die Reproduktions- und Verzinsungsansprüche der Kapitalgeber erfüllt werden können.
C

CAGR

Abkürzung für compound annual growth rate (engl. für: durchschnittliche jährliche Wachstumsrate)

Cash Flow Return on Investment (CFRoI)

Der Cash Flow Return on Investment bildet das Verhältnis der in der Periode erwirtschafteten Zahlungsmittelüberschüsse (Brutto-Cashflow) abzüglich der Reproduktionsansprüche der Kapitalgeber dividiert durch das eingesetzte Kapital (Investitionswert) ab und stellt somit die Kapitalrentabilität der Periode dar.

Cash Value Added (CVA)

Diese Kennzahl ergibt sich aus der Differenz von Brutto-Cashflow und der Brutto-Cashflow-Hurdle und ist somit der Teil des Brutto- Cashflows, der über die Verzinsungs- und Reproduktionsansprüche hinausgeht. Ist der Cash Value Added positiv, so konnten die Reproduktions- und Verzinsungsansprüche der Kapitalgeber erfüllt und Wert für das Unternehmen geschaffen werden.

Cashflow

(engl. für Kapitalfluss) Kennzahl zur Beurteilung der Finanzkraft eines Unternehmens. In der Finanzierungsrechnung wird neben dem Brutto-Cashflow auch der Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow) ausgewiesen, der angibt, in welcher Höhe Mittelzuflüsse aus der betrieblichen Tätigkeit zur Finanzierung von Investitionen sowie zur Schuldentilgung und Gewinnausschüttung (Dividendenzahlung) zur Verfügung stehen. Zusätzlich ist der Cashflow aus investiver Tätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit angegeben.

CDP

(vormals Carbon Disclosure Project) ist eine unabhängige „Not-For-Profit“-Organisation, die sich im Auftrag von Analysten und Investoren für die transparente Berichterstattung von Treibhausgas-Emissionen und der Wassernutzung (Water Disclosure Report) durch Unternehmen einsetzt. CDP veröffentlicht jährlich zwei Klima-Ratings: Der Grad und die Qualität der Offenlegung von klimarelevanten Daten sind ausschlagend für den „Climate Disclosure Leadership Index“ (CDLI). Die am besten bewerteten Unternehmen bilden zudem den „Climate Performance Leadership Index“ (CPLI).

Compoundierung

Kunststoffveredelung zur maßgeschneiderten Optimierung des Eigenschaftsprofils durch Beimischung von Füllstoffen und Additiven.

(Corporate) Compliance

umfasst gesetzliche und unternehmensspezifische Regelungen zum verantwortungsbewussten und gesetzmäßigen Handeln.

Corporate Governance

bezeichnet die langfristig ausgerichtete, verantwortungsvolle und transparente Leitung und Kontrolle eines Unternehmens. In Deutschland enthält der Deutsche Corporate Governance Kodex die wesentlichen Grundsätze zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften.

Credit Default Swaps (CDS)

CDS erlauben den Handel mit Kreditrisiken. Sie ähneln Versicherungen gegen Ausfälle von Unternehmensanleihen oder ähnlichen Kreditpapieren.
D

Denitrifikationsverfahren

Durch Bakterien vorgenommener Abbau von Nitrat zu Stickstoff und Sauerstoff durch bestimmte Mikroorganismen (Denitrifikanten). Das Verfahren wird in der biologischen Abwasserreinigung für den Abbau von Stickstoffverbindungen genutzt.

Devisen

Ansprüche auf Zahlungen in fremder Währung an ausländischen Plätzen, meist in Form von Guthaben an ausländischen Banken oder im Ausland zahlbare Wechsel bzw. Schecks. Auf fremde Währung lautende Banknoten und Münzen sind keine Devisen, sondern Sorten.

Diversity

bezeichnet die Vielfalt innerhalb der Belegschaft im Hinblick auf Geschlecht, Herkunft, Nationalität, Alter, Religionszugehörigkeit und körperliche Einschränkungen der Beschäftigten.
E

EBIT

Ergebnis nach Ertragsteuern zuzüglich Ertragsteueraufwand und zuzüglich Finanzergebnis. Die Kennzahl ist nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert.

EBIT vor Sondereinflüssen

EBIT zuzüglich Sonderaufwendungen und abzüglich Sondererträge. Die Kennzahl ist nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert.

EBITDA

EBIT zuzüglich der in der Periode erfolgswirksam erfassten planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. abzüglich der Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Die Kennzahl ist nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert.

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen

Division von EBITDA vor Sondereinflüssen durch die Umsatzerlöse. Die Kennzahl ist nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert.

EBITDA vor Sondereinflüssen

EBITDA zuzüglich Sonderaufwendungen und abzüglich Sondererträge. Die Kennzahl ist nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert.
F

Fortzuführendes Geschäft

Im Gegensatz zum nicht fortgeführten Geschäft werden bei der Umsatz- und Gewinnausweisung aus fortzuführendem Geschäft nur diejenigen Geschäftstätigkeiten einbezogen, die auch künftig zu den operativen Geschäften gezählt werden können.
G

GHG Protocol

Das „Greenhouse Gas Protocol“ hat sich als das internationale Berechnungsinstrument zur Erfassung, Quantifizierung und Berichterstattung von Treibhausgasen etabliert. Die Standards umfassen alle Emissionen innerhalb einer Wertschöpfungskette. Hierbei richtet sich Bayer nach dem „Corporate Standard“, der die direkten (Scope 1) und die indirekt erzeugten (Scope 2) Treibhausgas- Emissionen umfasst, sowie nach dem „Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard“, der die Emissionen der übrigen Wertschöpfungsketten erfasst. Mit der Aktualisierung der GHG-Richtlinien zu Scope 2 wurde 2015 eine duale Berichterstattung eingeführt. Danach müssen die indirekten Emissionen sowohl nach der standortbezogenen (location-based) als auch der marktorientierten (market-based) Methode berichtet werden. Die standortbezogene Methode nutzt die regionalen oder nationalen durchschnittlichen Emissionsfaktoren, die marktorientierte Methode hingegen berücksichtigt die in den Nachweisinstrumenten enthaltenen anbieter- oder produktspezifischen Emissionsfaktoren.

Global-Commercial-Paper-Programm

Die unter dem Bayer-Programm emittierten Commercial Paper (CP) sind unbesicherte, kurzfristige Schuldverschreibungen, die in der Regel auf abgezinster Basis ausgegeben und zum Nennwert zurückbezahlt werden. Sie dienen der flexiblen und kurzfristigen Finanzierung am Kapitalmarkt. Das Bayer-Commercial-Paper-Programm ermöglicht eine Emission sowohl am US-amerikanischen als auch am europäischen Commercial-Paper-Markt.

GLOBALG.A.P

ist ein weltweit anerkanntes Qualitätssicherungssystem in der Landwirtschaft mit Fokus auf Lebensmittelsicherheit sowie guter fachlicher Praxis in der Landwirtschaft (Good Agricultural Practices). Dazu gibt es modulare und kundenspezifische Lösungen für die Zertifizierung und Prüfung von Betrieben und den Aufbau von Trainingsprogrammen. GLOBALG.A.P.-Anforderungen konzentrieren sich auf Produktsicherheit, Umweltverträglichkeit sowie die Gesundheit, Sicherheit und das Wohlergehen von Mensch und Tier.

GRI (Global Reporting Initiative)

ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Verbreitung und Optimierung von Nachhaltigkeitsberichterstattung einsetzt. Die GRI-Leitlinien gelten als der meistgenutzte und international anerkannteste Standard der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Diese Leitlinien werden in einem Multi-Stakeholder-Verfahren weiterentwickelt. Gegründet wurde GRI 1997 von Ceres (Coalition of environmentally responsible economies) und UNEP (dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen).

GxP

bezeichnet zusammenfassend alle Anforderungen für „gute Arbeitspraxis“, die insbesondere in der Medizin, der Pharmazie und der pharmazeutischen Chemie Bedeutung haben. Das „G“ steht für „Gut(e)“ und das „P“ für „Praxis“, das „x“ in der Mitte wird durch die jeweilige Abkürzung für den spezifischen Anwendungsbereich ersetzt, wie z. B. Good Manufacturing Practice (GMP), Good Laboratory Practice (GLP), Good Clinical Practice (GCP) oder Good Agricultural Practice (GAP). Solche Richtlinien werden zum Beispiel von der europäischen und amerikanischen Gesundheitsbehörde (Europäische Arzneimittelagentur; Food and Drug Administration, FDA) festgelegt.
H

Hauptgeschäftsstandorte

Eine Auswahl an Ländern, in denen Bayer in Summe rund 68 % des Umsatzes generiert (USA, Puerto Rico, Deutschland, China, Brasilien, Japan, Kanada, Italien, England, Irland, Mexiko, Polen, Tschechien, Slovakei, Ungarn, Spanien, Portugal).

HSEQ (Health, Safety, Environment, Quality)

Englische Abkürzung für Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz und Qualität.

Hybridanleihe

Eine Hybridanleihe ist eine Unternehmensanleihe mit eigenkapitalähnlichen Eigenschaften und mit meist keiner oder sehr langer Laufzeit, die durch ihre Nachrangigkeit im Insolvenzfall des Emittenten eine niedrigere Rückzahlungswahrscheinlichkeit als eine gewöhnliche Anleihe hat.
I

ILO-Kernarbeitsnormen

Die acht Kernarbeitsnormen der ILO (Internationale Arbeitsorganisation), in denen die Mindestanforderungen an menschenwürdige Arbeitsbedingungen definiert sind, gelten als international anerkannte „qualitative Sozialstandards“. Sie haben den Charakter von universellen Menschenrechten, die für alle Länder – unabhängig vom Stand der wirtschaftlichen Entwicklung – Gültigkeitsanspruch haben.

Innovative Medicine Initiative (IMI)

ist eine öffentlich-private Partnerschaft, die gemeinsam von der Europäischen Kommission und dem europäischen Pharmaverband EFPIA unter der Zielsetzung entwickelt wurde, die biomedizinische Forschung in Europa zu fördern. Es werden Forschungsprojekte zur Überwindung der wichtigsten Engpässe in der Erforschung und Entwicklung neuer Arzneimittel finanziert. IMI stellt Fördermittel für Projektteilnehmer z. B. aus akademischen Einrichtungen, kleinen und mittleren Unternehmen oder Patientenorganisationen zur Verfügung. Die pharmazeutische Industrie steuert zu den Projekten Kapazität und Sachleistungen bei.

Investitionswert (IW)

Der Investitionswert umfasst das Vermögen, das vom Unternehmen im Betriebsprozess durch die Erwirtschaftung entsprechender Mittelzuflüsse zu verzinsen sowie teilweise auch zu reproduzieren ist.
K

Kapitalkostensatz / Weighted Average Cost of Capital (WACC)

Der Kapitalkostensatz (WACC) repräsentiert die Verzinsungserwartungen der Kapitalgeber in Bezug auf das im Unternehmen gebundene Kapital. Er bestimmt sich als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten, wobei die Eigenkapitalkosten als Renditeerwartung der Aktionäre aus Kapitalmarktinformationen abgeleitet werden und die Fremdkapitalkosten die Bedingungen reflektieren, zu denen das Unternehmen sich langfristig verschulden kann.

Konfliktmineralien

Als Konfliktmineralien werden Mineralien bezeichnet, die in Konfliktregionen gefördert werden. Zu diesen Mineralien gehören Zinn-, Wolfram-, Tantal-Erze sowie Gold oder deren Derivate. Als Konfliktregionen, in denen bewaffnete Konflikte zur Kontrolle dieser Ressourcen ein zentrales Element darstellen, gelten vor allem der Osten der Demokratischen Republik Kongo und die angrenzenden Länder.

Kurs-Cashflow-Verhältnis

Das Kurs-Cashflow-Verhältnis ergibt sich aus dem Verhältnis des Aktienkurses zum Brutto-Cashflow je Aktie. Diese Kennzahl beschreibt, wie lange es dauert, den Aktienkurs aus dem Zahlungsstrom des Unternehmens zu bezahlen.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das KGV ergibt sich aus dem Verhältnis vom aktuellen Aktienkurs zum Ergebnis pro Aktie. Ein hohes KGV deutet an, dass der Markt die Aktie hoch bewertet in Erwartung zukünftiger Gewinnsteigerungen.
L

Life Sciences

umfassen insbesondere die Bereiche Gesundheit und Agrarwirtschaft. Bei Bayer sind das die Tätigkeitsfelder der Divisionen Pharmaceuticals, Consumer Health und Crop Science sowie der Geschäftseinheit Animal Health.
M

Multi-Currency-European-Medium-Term-Notes-Programm (EMTN)

Beim EMTN-Programm handelt es sich um eine Dokumentationsplattform, die es Bayer ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit Wertpapiere auf dem globalen Kapitalmarkt zur Beschaffung von Fremdkapital zu begeben. Laufzeit, Währung und Ausstattung lassen sich sehr flexibel ausgestalten.
N

Neonikotinoid

chemische Klasse von systemisch wirkenden Insektiziden.

Nicht fortgeführtes Geschäft

Gegenteil zum fortzuführendem Geschäft. Geschäft das veräußert wurde oder in naher Zukunft veräußert werden soll.
O

OTC

Bei Bayer steht OTC (over-the-counter) für das Geschäft mit nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Im Finanzwesen steht OTC für den außerbörslichen Handel zwischen Finanzmarktteilnehmern. Die Transaktionen unterliegen aber weiterhin den gesetzlichen Bestimmungen für den Wertpapierhandel.
P

Pharmakovigilanz

ist definiert als die Wissenschaft und Aktivitäten zur Feststellung, zur Bewertung, zum Verständnis und zur Vorbeugung von Nebenwirkungen oder anderen Problemen, die mit einem Medikament im Zusammenhang stehen.

Phase-I-IV-Studien

sind klinische Phasen im Rahmen der Medikamentenentwicklung. In Phase I wird der Wirkstoffkandidat in der Regel an gesunden Freiwilligen geprüft, in Phase II und III an Patienten. Sie prüfen den Wirkstoff auf seine Wirksamkeit und Verträglichkeit für die Behandlung von Patienten in einer bestimmten Indikation. Phase IV-Studien werden nach der Zulassung eines neuen Arzneimittels durchgeführt, um seine Sicherheit und Wirksamkeit über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Die Studien sind an strenge gesetzliche Vorgaben und Dokumentierungspflichten gebunden.

Purchase Price Allocation (PPA)

englisch für Kaufpreisaufteilung im Rahmen eines Unternehmenserwerbs.
R

Re-Diss (Reliable Disclosure Systems for Europe)

Projekt zur europaweiten Koordination der Stromkennzeichnung zur Vermeidung von Doppelzählungen.

REA-Gips

ist Gips, der aus den Abgasen von Rauchgasenschwefelungsanlagen (Abk. „REA“) gewonnen wird.
S

Short-Term-Incentive-Programm (STI-Programm)

ist ein Element des variablen Einkommens für alle Manager.

Syndizierte Kreditfazilität

Vereinbarung über eine Kreditlinie mit einer Gruppe von Banken meist für umfangreiche Finanzierungen wie Akquisitionen, zur Erweiterung der zur Verfügung stehenden Liquiditätsreserven oder als Sicherung für ausgegebene Schuldverschreibungen. Die Kreditlinie kann flexibel innerhalb der Laufzeit in Teilen oder ganz gezogen werden und auch wieder zurückgeführt werden.
U

UNGC (United Nations Global Compact)

Der Global Compact der Vereinten Nationen ist eine strategische Initiative für Unternehmen, die sich verpflichten, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an zehn universell anerkannten Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung auszurichten. Damit soll die Wirtschaft als wichtige treibende Kraft der Globalisierung dazu beitragen, dass die Entwicklung von Märkten und Handelsbeziehungen, von Technologien und Finanzwesen allen Wirtschaftsräumen und Gesellschaften zugutekommt. Mit der Verpflichtung zum UNGC ist eine jährliche Dokumentation des Unternehmensengagements zur Erreichung der zehn Prinzipien verbunden.
W

Working Capital

Unter Working Capital wird die Differenz zwischen kurzfristigem Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten verstanden. Es wird berechnet durch den Abzug der kurzfristigen Verbindlichkeiten vom Umlaufvermögen (exklusive liquider Mittel). Die Veränderung des Working Capital wird in der Finanzierungsrechnung Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens herangezogen. Ziel des Working-Capital-Managements ist eine geringere Kapitalbindung durch die Minimierung der „Finanzierungslücke“, die durch den Zeitraum zwischen Geldausgang (= Zahlung der benötigten Rohstoffe) und Geldeingang für das Fertigprodukt entsteht.

wpb.

Akürzung für währungs- und portfoliobereinigt